re:publica = she:publica?

Wie sieht’s denn eigentlich mit der Frauenquote aus?

Kollege Müller und ich werden nächste Woche in Berlin verbringen und uns mit vielen anderen Menschen auf der re:publica 2010 tummeln. Tummeln heißt in diesem Falle vor allem sitzen, hören, stehen, reden, aufschreiben, rumgucken, Hallo sagen, Telefonnummern tippen, lächeln und mit mobilen Endgeräten in der Gegend herumfuchteln. Vor allem aber auch: Sich freuen.

Warum? Ich glaube genau wie Nadine Lantzsch, dass diese re:publica die weiblichste Veranstaltung ihrer Art bisher wird. Auch wenn in der Speakerliste Frauen noch immer absolut in der Unterzahl sind: Eine Steigerung zum vergangenen Jahr ist durchaus zu verzeichnen. Und ich bitte, dies zu applaudierend zu honorieren. Schließlich ist das ja auch immer eine Frage derer, die sich um einen Talk bewerben, die hinkommen, mitreden, sich einmischen und Themen aus ihrer Perspektive, Themen ihres Interesses in einen Mittelpunkt rücken.

Mit dabei dieses Jahr aber Mary Scherpe mit ihrer Expertise in Sachen Mode, Teresa Bücker kümmert sich um die “Sex 2.0″-Generation und auch Melissa Gira Grant beschäftigt sich mit Sex im Internet. Miriam Meckel ist dem Zufall auf der Spur und Anna Berg von der Mädchenmannschaft legt sich mit Sexismus an. Claudia Sommer von Greenpeace plaudert aus dem Nähkästchen zum Thema “Open Campaigning” und Carolin Buchheim fragt sich, was im Internet eigentlich hassenswert ist. Warum Geeks manchmal abschrecken statt begeistern, erklärt uns Kathrin Passig. Und natürlich sind diese Damen nicht die Einzigen, die dieses Jahr etwas zu sagen haben. Alle Speaker der re:publica 2010 gibt es auch auf einen Blick.

Und schon letztes Jahr habe ich mich mit dem Thema “Frauen auf der re:publica” beschäftigt und mich gefragt, warum so wenig da waren, warum so wenig Frauen inmitten all der Panels und Talkrunden auf den Podien sitzen. Und ich warte gespannt darauf festzustellen, was sich getan hat in der Zwischenzeit. Bis Mittwoch leere ich also meinen Kopf noch einmal gewaltig, damit mir später wegen Überfüllung nichts durch die Lappen geht.

2 Kommentare

36 Frauen bei 231 Speakern zähle ich. Das kann 2011 noch besser werden. Aber wir wissen ja: Qualität geht vor Quantität. Und aus dem Publikum gibts ja auch noch weiblichen Input.

[...] genauso alt wie Maria, aber doch noch viel mehr der Inbegriff der weiblichen Generation 2.0, der she:publica, wie sie sagen würde, sie twittert und bloggt im großen Stil, hat gerade ihren ersten Roman [...]

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