Arbeiten, wann und mit wem man will.

Was Coworking mit Social Media zu tun hat, zeigt ein Blick ins Betahaus Berlin.

Man kommt, wenn man Elan hat, und geht, wenn der nächste Termin ansteht. Auch wenn dieser Termin nur mit dem eigenen Hunger und einem Kochtopf zu tun hat. In der Zwischenzeit sitzt man mit seinem Laptop an einem Schreibtisch inmitten eines großen Raumes, in der Kaffeeecke stehen gut beschriftete Mülleimer, nirgendwo steht zuviel herum, aber die bunten Rahmen an der Wand und hin und wieder eingestreute Sofas sorgen für gemütliche Atmosphäre. Vor den großen Fenstern graut der Berliner Himmel.

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Das Betahaus am Moritzplatz ist ein Platz zum Arbeiten. Der Unterschied ist, dass jeder kommen und gehen kann, wann er will, manche, die dort nebeneinander arbeiten, kennen sich, andere kennen sich nicht. Jeder macht sein Ding und dennoch sind immer Menschen in der Nähe, die man ansprechen oder um Hilfe bitten kann, wenn Not am Mann oder einfach nur Gesprächsbedürfnis herrscht, Ablenkung, eine Kaffeepause.

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Die meisten, die hier arbeiten, sind in Social Networks aktiv, arbeiten nur via Laptop und viele haben gar kein Festnetztelefon mehr. Man arbeitet freiberuflich, oft kreativ – und dennoch nicht allein im stillen Kämmerlein. Günstige Schreibtischmieten und Flexibilität machen das Betahaus zu einem attraktiven Büro der neuen Art. Man vernetzt sich, Inspiration liegt manchmal nur drei Schritte entfernt, Hilfe und Austausch sowieso. Quasi Social Media zum Anfassen. Und gar nicht so laut, wie man vermuten würde.

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Im Pausenraum stehen Sofas, eine Wii und eine Schreibmaschine. Papier als Denkpause. Wenn man eine Taste anschlägt, erschrickt man beinahe.

1 Kommentar

Irgendwie hab ich jetzt das bild von einen durchschnittlichen internet-cafe. Das fassbare im betahouse fühlt sich nach der schilderung nicht wirklich social an sondern eher wie eine in auflösung begriffene wohngemeinschaft. “Jeder macht sein ding” schmerzt richtig, wenn da social media drunter steht.
Die fotos sind auch sehr social. Social Media bedeutet in realiter offensichtlich den verzicht auf menschen – the media on its own is social enough ;-)

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