Auf dem Präsentiertablett
Heute präsentiert Apple in San Francisco den lange herbeispekulierten Tablet-Computer. Wir begleiten die Präsentation live und spekulieren, welche Bedeutung das Gerät für das Leben und Arbeiten im sozialen Web hat.
Der Saal in San Francisco ist voll besetzt, Bühne ist beleuchtet und wir sind auch so weit. Hier geht’s zum Liveblog.
20:28
So viel von uns — wir sind gespannt auf das Netzecho und auf Fragen, Meinungen und eure Einschätzung. Was verändert das iPad? Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und: Schönen Abend!
20:24
Mit Blick auf Social Media ist vor allem die Verschiebung der Nutzungssituation interessant. Der Computer rückt weg vom Schreibtisch und verlässt die Büros. Das iPad gibt sich große Mühe, trotz aller Hochtechnologie so analog wie möglich zu wirken.
20:22
Und damit kommen wir auch langsam zum Ende der Liveberichterstattung. Das iPad hat recht genau das gehalten, was die Gerüchte im Vorfeld versprochen haben: Fokus auf Gaming und Apples Einstieg in den eBook-Markt.
20:19
Und schließlich: Der Preis. 499$ (16GB, ohne 3G) und aufwärts. Mit 3G und mehr Speicherplatz wird das Gerät empfindlich teurer: deutlich über 600$. Weltweit wird das iPad ab Juni erhältlich sein.
20:18
Interessant: Die Verträge mit den US-Mobilfunkanbietern gehen von Prepaid-Modellen aus. Wie zu erwarten, ist AT&T auch der Partner für das iPad.
20:09
Während die iWork-Demo läuft, noch einige Gedanken zum iPad in Verbindung mit Social Media. Im Bezug auf den Umgang mit Inhalten und die Erwartungshaltung gegenüber ihren Anbietern verschärft das neue Gerät die bestehenden Herausforderungen. Indem sich die Darstellung, das Handling und die Nutzungssituation (nicht mehr sitzend am Schreibtisch, sondern an jedem Ort) verändern, wird der Anspruch der Interaktion mit dem Content noch mehr zur Selbstverständlichkeit. Das Interface setzt die Hürde, eigene Beiträge zu verfassen, extrem niedrig. Bleibt abzuwarten, ob sich dieser neuer Nutzungsmodus ähnlich schnell verbreitet, wie es der mobile Webzugriff mit dem iPhone getan hat.
20:00
iWork für iPad. Das ist eine Überraschung — bislang hatte wohl niemand das Gerät als Produkt zum Arbeiten auf dem Schirm.
19:58
Um den Punkt von vorhin wieder aufzunehmen: Auch die iBooks-Applikation sieht sehr analog aus. Mit Seitenanimationen und Papiertextur.
19:57
Unter live.cnn.com gibt es übrigens einen Video-Livestream von der Veranstaltung.
19:55
Und da haben wir’s auch schon: iBooks. Ein weiterer Store von Apple, wie iTunes für Bücher. Harte Konkurrenz für den Kindle von Amazon — wenn das iPad das Problem der Hintergrundbeleuchtung irgendwie lösen kann.
19:53
… oder auch nicht — Steve Jobs hat wieder die Bühne übernommen und verweist auf den Kindle. eBooks und ähnliche Inhalte dürften das zweite große Thema werden. Auch ein spannender Punkt zum Geschäftsmodell — das iPad ist weniger ein technisches Produkt als ein Distributionskanal für Content.
19:50
Der primäre Markt des iPad wird langsam klar — Gaming. Apple verwendet einen großen Teil der Präsentation darauf, die Grafikqualität und Bedienbarkeit des Gerätes zu unterstreichen.
19:44
Im Hochformat kommt die Darstellung von Zeitungswebsites und Magazinen schon sehr nah an das heran, was man sich unter einem interaktiven Printprodukt vorstellen würde. Mit integrierten Videos und nutzergeneriertem Content.
19:39
Aha, klingt so, als würde die neue Entwicklungsumgebung die Möglichkeit enthalten, verschiedene Varianten der Softwareoberfläche zu integrieren. Ich bereite mich dann schon mal auf eine Riesenmenge Updates im App-Store vor.
19:35
Scott Forstall demonstriert die Facebook-Applikation. Sie wirkt etwas unpassend auf dem größeren Bildschirm. Das Interface funktioniert nicht wirklich nahtlos. Das wird ein Problem für Entwickler werden — sind jetzt verschiedene Varianten der gleichen Applikation notwendig? Das würde dem Distributionsmodell einiges an Einfachheit und Effizienz nehmen.
19:34
Zurück zu Apps und Software. Wie zuvor vermutet, ist das iPad kompatibel mit der iPhone/iPod-Touch-Software aus dem App Store. Alles andere wäre auch verschenktes Potenzial gewesen.
19:31
Und jetzt die harten Fakten: 9,7-Zoll-Display, 1,3 Zentimeter dick, 16 – 64 Gigabyte Flash-Speicher, 10 Stunden Batterielaufzeit, ein Monat (?!) Standby.
19:24
Der haptische Look der Kalender-Applikation und des Adressbuches ist interessant. Ähnlich wie bei Microsofts Courier-Prototyp soll das Gerät offensichtlich ein untechnisches, vertrautes Gefühl vermitteln — und sich nahtlos in ansonsten noch undigitalisierte Bereich des Alltags integrieren. Die Technik verschwindet hinter einer Oberfläche, die sich beinahe nach Retro, Moleskine und Bleistift anfühlt.
19:20
Entscheidend für die Verwendung als Social-Media-Device dürften einerseits die Qualität der Tastatur, andererseits die Einbindung der Push-Funktion sein.
19:17
(Hallo Cloud Computing)
19:16
iTunes, Maps und weitere Applikationen sind nativer Teil des OS. Was uns interessieren würde: Gibt es eine vergleichbare Integration von Facebook, Twitter, Flickr? Technisch machbar wäre es ohne weiteres. Die Oberfläche des iPad ist im wesentlichen Mobile Safari. Die Trennung zwischen Betriebssystem und Browser ist aufgehoben.
19:13
Und hier ist das Tablet. On-Screen-Tastatur. Und vor allem: Vollständig ausgerichtet auf Webnutzung. Die Unterschiede zwischen lokalen Programmen und webbasierten Apps verschwimmt auf dem iPad vollständig.
19:08
Apples Vergleichsgröße: Die Tafel mit den 10 Geboten. Oha. “Last time there was this much exitement about a tablet, it had some commandments written on it”.
19:07
Das Thema Mobilität steht im Vordergrund der Keynote — iPods, iPhones, Notebooks. Das Web ist kein Ort mehr, den man aufsucht. Das Web umgibt uns permanent. Das muss der Ansatzpunkt für einen Casual Computer sein.
19:02
Während Steve Jobs die Bühne betritt, fragen wir uns: Was wird das Tablet für die Verwendung des Web bedeuten? Das dürfte in erster Linie eine Interface-Frage werden — wie einfach, wie Couch- und Küchentischfreundlich kann die Interaktion mit Applikationen und Plattformen werden?
18:58
So. Spot an. Das Publikum schaltet seine iPhones aus. Bob Dylan läuft.
18:50
Jonathan Ive war offenbar auch für das Catering verantwortlich. Minimalismus ist das Stichwort.
18:45
Hi, Malte hier vom SMSL. Ich bin gespannt auf die Keynote und werde versuchen, hier einen kleinen Überblick über das neue Produkt und seine Implikationen für Leben und Arbeiten mit dem Web und im Web zu geben.
2 Kommentare
Super Berichterstattung – Danke. Bin sehr gespannt wer in meinem Umfeld als erstes sich diese Gadget zulegt. Ich werde zunächst die ersten Praxistest abwarten und dann sicher auch bald zuschlagen.
Das ipad schürt unweigerlich die Erwartung mehr zu sein als die Verschmelzung von iphone und digitalem Bilderrahmen. Aber wird diese Erwartung auch in den kommenden Tagen und Monaten erfüllt? Das “Plugin fehlt” Symbol in der Keynote bei Flash-Inhalten lässt hier ebenso noch Defizite erwarten wie die offene Frage des Multitaskings. Seien wir weiter gespannt und fürs erste heißt es für mich weiterhin: sent from my netbook.
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