Flippen statt Blättern
Wie man nun umgeht mit dem sozialen Web und veränderten Bedürfnissen der User, darauf finden Verlage gerade viele kreative Antworten. Eine Front ist eine Möglichkeit. Geht aber auch anders.
Die New York Times entwickelt seit einigen Jahren (mitunter experimentelle) Online-Formate, die sich an den Bedürfnissen versierter Webnutzer orientieren. Der Skimmery ist so ein Format, das inzwischen ein sehr brauchbares Stadium erreicht hat. Das Tool überlässt seinem User die Entscheidung, nach welchen Kriterien sie oder er den Content erfasst — nach Ressorts, nach Themen, ob modular oder hierarchisch.
Nebenbei ist das Ganze auf neuestem Stand der Webtechnologie: Die Typografie entspricht der CI der Print-Ausgabe, alle Ladeprozesse geschehen im Hintergrund. Guter Job von Khoi Vinh und seinem Team.
Die New York Times wählt den eleganten Weg, sich als Contentanbieter neben Google News und Aggregatoren am Markt zu behaupten. Die Qualität des eigenen Contents zeitgemäß und nutzerfreundlich in Szene zu setzen, ist definitiv ein besserer Ansatz, als weiterhin auf Klickstrecken mit zwanzig Reloads zu setzen und Formate aus dem statischen Medium Papier auf das Web zu übertragen.
Ausprobieren lohnt sich. Und macht Spaß. Bitte hier entlang.

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