Die DAX-Konzerne im Social Web
Die Fachhochschule Mainz hat gerade eine Studie zum Verhalten von DAX30-Konzernen im Social Web veröffentlicht.
Einige Ergebnisse:
- drei Viertel der Unternehmen twittern
- zwei Drittel nutzen YouTube
- knapp die Hälfte nutzen Facebook
- ein Drittel haben Blogs
- Vorne liegen: Daimler, BMW, VW, Telekom, Adidas, SAP
- Noch gar nicht präsent: Commerzbank, Hannover Rückversicherung, K&S, Metro, Münchner Rück, ThyssenKrupp
Blogs und Twitter gingen heute bereits auf die Studie ein. Nun kann man es sich leicht machen und den nicht präsenten DAX30-Unternehmen vorschlagen, möglichst schnell etwas zu unternehmen.
Aber machen wir es uns damit nicht zu leicht? Kurz mal einen Twitterkanal für Metro einrichten – klingt einfach. Aber auch passend? Ist es nicht für ein Unternehmen wie Adidas viel naheliegender einen Twitterkanal zu unterhalten als für ThyssenKrupp, die eine ganz andere Zielgruppe ansprechen? Ich habe absolutes Verständnis dafür, dass Konzerne, die sehr lange und sehr gut mit anderen Kommunikationsstilen und -mitteln gefahren sind, nun zögerlich reagieren.
Natürlich sollen nicht nur besonders hippe und coole Unternehmen in Social Media aktiv sein. Im Gegenteil. It’s the media we have! Also muss man sich damit beschäftigen. Auch B2B-Konzerne wie ThyssenKrupp.
Aber das ist letzten Endes nur möglich, wenn man ein weiteres Ergebnis der Studie berücksichtigt:
“… die meisten Unternehmen [verfügen] über keine erkennbare Strategie für die Social Media-Welt…”
Langfristig kann man im Social Web nur gewinnen, wenn man sich mehr überlegt als ein paar lustige Maßnahmen. Die sind zwar gut, aber überleben wird man damit auf Dauer nicht. Das gilt übrigens auch für die bereits sehr aktiven Konzerne. Was es braucht, ist ein klares Bild, eine klare Vision, klare Ziele, Leitlinien und Strukturen, die einen befähigen, kontinuierlich in einen Dialog zu treten.
Die Pressemitteilung der Studie gibt es übrigens hier.
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